E-Mobilität und Öffi-Tickets

Leserbriefe / 16.01.2020 • 17:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wie viele Europäer können sich ein E-Auto um ca. 50.000 Euro leisten? Mit einem kleinen Benziner kann man mit den Kosten für ein Jahresticket Vorarlberg Benzin für etwa 6000 km kaufen –, wenn man das Auto sowieso hat! Die Rechnung mit dem Jahresticket geht nur auf, wenn man kein Auto hält. Die Regel in Österreich ist anders. Wie hoch ist der Prozentanteil an der Luftverschmutzung durch 5-Liter-Benziner in Europa? Wer zahlt von den steuerfrei gehätschelten E-Automobilisten die Straßenerhaltung, den Abrieb der Fahrbahn durch höheres Gewicht, die Entsorgungskosten von Akkus im Fall eines Unfalls und/oder bei Ende der Lebensdauer, die Infrastruktur für die Ladestationen, die Recyclingkosten an die Natur wegen Entnahme seltener Erden? Wer von der Autoindustrie gibt hier ehrliche Antworten? Warum setzten sich die Autofahrerclubs und Treibstoffdealer nicht stärker dafür ein, dass statt unsinniger Mautvorschriften in ganz Europa freie Fahrt besteht indem auf jeden Liter Treibstoff 20 Cent aufgeschlagen werden und dann durch das Verursacherprinzip sämtliche anfallende Straßenbau- und Erhaltungskosten gedeckt wären? 400.000.000 Autos/50 km/Tag/0,50 Euro ergibt 200 Millionen Euro pro Tag! Hinzugerechnet der Treibstoff für sinnlose Schwerverkehrsleistungen, wo ausreichend Bahninfrastruktur besteht. Frau Von der Leyen, gehen Sie das in Europa an zu Ihren 1000 Milliarden für Klimaschutzmaßnahmen auf dem Rücken der kleinen Leute.

Gerd Christoph Degiorgio, Bürs