Kirchenbeitrag überdenken

Leserbriefe / 17.01.2020 • 17:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht vom 16. Jänner 2020:

Meine Erklärung für die jährliche zunehmende Zahl an Kirchenaustritten ist einfach: Es würde kaum zu Austritten kommen (siehe Frankreich, Italien, Spanien etc.), wenn der Kirchenbeitrag ganz freiwillig wäre. Dann könnte man nämlich mit dem Austritt nichts gewinnen. So aber befreit der Austritt endgültig von künftigen Beitragsforderungen, die ja bei Nichtbezahlung durch die Bezirkshauptmannschaft exekutiert (gepfändet) werden können, wenn die Kirchenverwaltung die Anzeige erstattet, was auch geschieht. Außer in Österreich und Deutschland und der Schweiz wird in allen europäischen Ländern – und erst recht in Südamerika (lt. Bischof Kräutler), Afrika, Amerika und Indien – auf absolute Freiwilligkeit und auf das Vertrauen in die freie Solidarität der Gläubigen gebaut. Auch wenn diese „armen“ Kirchen auf die Solidarität der Menschen angewiesen sind, so sind sie doch grad auch dadurch spirituelle Kirchen – ganz nach dem Geschmack eines Franziskus (Papst). Die Gläubigen geben der Kirche jährlich und sonntäglich, was sie von sich ausgeben wollen.

Pfr. Peter Mathei,

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