Leserbriefe / 21.01.2020 • 18:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Blendende Aussichten Ich wohne zwar in Lindau, arbeite aber in Bregenz – und das sehr gerne. Denn jeden Morgen, wenn ich zur Arbeit radle, strahlt mir die Schönheit des Landes Vorarlberg mit ihrer traumhaften Landschaft, den „g’hörigen“ Leuten entgegen und blendet mich geradezu. Doch nicht nur die. Geblendet werde ich jetzt im Winter auch von den Lichtern der mir entgegenkommenden Radler. Im motorisierten Individualverkehr gibt es die sinnvolle Anordnung, innerorts und bei Gegenverkehr das Fernlicht abzublenden. Es ist einfach zu hell, zu aggressiv und gefährdet dadurch andere Verkehrsteilnehmer. Nun glaube ich nicht, dass die beschrieben Radfahrer tatsächlich mit Fernlicht unterwegs sind, die Blendkraft ihrer Leuchtmittel hält damit aber problemlos mit. Etwas anderes außer die gleißende Lichtquelle zu erkennen, ist leider absolut unmöglich, ich hab’s versucht. Daher appelliere ich erstens an alle Radler, zu überlegen, ob sie wirklich mit Flutlichtanlagen auf der Pipeline unterwegs sein müssen und möchte mich zweitens vorauseilend schon einmal bei all denjenigen Fußgängern, Hunden oder unbeleuchteten Radlern entschuldigen, die ich unweigerlich irgendwann über den Haufen fahren werde. Torben Nakoinz, Lindau (D)