Islam, Kopftuch und Religionsfreiheit

Leserbriefe / 27.01.2020 • 19:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die aktuelle Diskussion um das Kopftuch wird fälschlicherweise nur innerhalb unseres Landes und unserer Kultur geführt. So bezeichnet
z. B. die 23-jährige Studentin Sümeyra Coskun aus Lustenau in einem Zeitungsartikel das Kopftuchverbot für Minderjährige als diskriminierenden Verstoß gegen die Religionsfreiheit eines Rechtsstaates. Gleichzeitig verschweigt sie, dass der Islam keine Religionsfreiheit kennt. In der „Kairoer Menschenrechtsdeklaration im Islam“ unterstellten die islamischen Staaten alles Recht der Scharia. Im Iran werden daher unverschleierte Frauen inhaftiert, vergewaltigt und der Prostitution beschuldigt. Das trifft auch Christinnen, wie z. B. vor zwei Wochen in Ägypten Catherine M., die ohne Kopftuch beim Einkaufen in Gizeh war. Plötzlich packte ein Mann sie von hinten und schrie „Allah Akbar! Ich werde dich niedermetzeln, weil dein Haar nicht bedeckt ist!“, und schnitt ihr die Kehle durch. Sie überlebte schwerverletzt, weil ihre Halsschlagader verschont blieb. Diese Realität muss klar angesprochen werden. Zu Recht warnen ehemalige Muslime wie Hamed Abdel Samad vor der Unvereinbarkeit des Islam mit unseren Menschenrechten. Diese basieren auf Lehre und Geboten Jesu, der von der Krippe bis zum Kreuz gewaltlos war, heilte und zur Nachfolge einlud und seinen Jüngern das Schwert verbot. An unserem Bekenntnis zum Christentum hängt unsere Freiheit, denn sie kommt von dort.

Mag. Christine Koppi, Rankweil