Kehrseite der Medaille bei E-Mobilität

Leserbriefe / 27.01.2020 • 19:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zutiefst entsetzt habe ich kürzlich ein „Auslandsreport spezial“ verfolgt. Es wurde gezeigt, wie viele Landwirte der Existenz beraubt werden, um das notwendige Lithium herzustellen, das ja für die himmelhochgelobte E-Mobilität gebraucht wird. Durch Entnahme von riesigen Mengen Salzwasser auf dem Hochplateau von Argentinien, Chile und Bolivien, das zur Verdunstung in Becken gelagert wird, und anschließend durch den Zusatz von chemischen Mitteln wird das Lithium gewonnen. Den giftigen Rest lässt man rücksichtslos in der Natur. Durch den Wind wird das Gemisch auf die noch verbliebenen Weiden geweht, dadurch sind die Haustiere der örtlichen Bauern erblindet. Durch die Wasserentnahme sinkt der so notwendige Grundwasserspiegel. Die Menschen und Tiere haben kein Überleben mehr. Wo ist hier die grüne Politik? In unserer Gesellschaft wird alles auf E-Mobilität ausgerichtet, egal, ob andere auf der Strecke bleiben. Wie viele Autokonzerne machen Milliardengewinne, und als Kehrseite der Medaille werden Mensch und Tier elendig und brutal ihrer Lebensgrundlage beraubt? Wie werden die bis zu 800 kg schweren Batterien entsorgt? Werden diese wieder recycelt oder werden diese auf eine Deponie geschmissen? Ich hätte mir gewünscht, dass die Befürworter der E-Mobilität diese Sendung gesehen hätten.

Elmar Zint, St. Gallenkirch