Nie wieder!

Leserbriefe / 30.01.2020 • 18:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Unter diesem Motto finden in diesen Tagen weltweit Gedenkveranstaltungen zur Befreiung von Auschwitz im Jänner 1945 statt. Seit Jahren verzeichnen die Sicherheitsbehörden in Europa und den USA stetig ansteigende Vorfälle im rechten Milieu, angefangen von Beschimpfungen, eindeutigen Gesten bis hin zu Gewalttaten gegenüber Juden, die sich als solche zu erkennen geben. Mir fallen da die vielen sogenannten „Einzelfälle“ aus den letzten Jahren ein. Allesamt vorgefallen im blau-braunen Sumpf von schlagenden Burschenschaften und FPÖ-Funktionären, die anscheinend schlecht damit umgehen können, dass die Mehrheit der österreichischen Mitbürger nicht ihr oberstes Ziel darin sieht, die „jüdische Weltherrschaft“ zu verhindern. Leider muss gesagt werden, dass genau diese Mitbürger aber auch das Gegenteil nicht zustande bringen, nämlich die ewig gestrigen, dem Status Quo vor 1945 nachtrauernden „Einzeltäter“ endlich zum Schweigen zu bringen. Darum kann es für mich nur eine Folge aus diesem „nie wieder“ geben: Konsequente Verfolgung aller Straftaten in diesem Zusammenhang, keine zugedrückten Augen in „Einzelfällen“ und – das Wichtigste in meinen Augen: Es darf kein Vergessen geben! Denn was vergessen wird – in diesem Fall das unaussprechliche Grauen in den Konzentrationslagern der Nazis – kann sich wiederholen. „Nie wieder“ muss das Motto sein und bleiben für alle Zeiten!

Gabi Juen,

St. Gallenkirch