Quo vadis, Feldkirch?

Leserbriefe / 05.02.2020 • 18:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das frage ich mich vor dem Hintergrund der Vorgänge um die Fortführung der Stadtmetzgerei in Feldkirch. Zuerst wird alles darangesetzt, einer Familie Spieler, die durch viele Jahre hindurch Anziehungspunkt für Einkaufswillige aus nah und fern war, einen Weiterbetrieb zu verunmöglichen. Dann wird dem an einem Fortbetrieb sehr interessierten Jungunternehmer Christof Schöch mitgeteilt, an eine Fortführung einer Metzgerei in der Innenstadt nicht zu denken. Dass es nun doch noch eine Lösung gibt, ist dem Auftreten von Stadtratsmitglied Daniel Allgäuer, der energisch für eine Fortführung der Stadtmetzgerei plädiert hat, zu verdanken. Und auch dem Vorstoß von Herrn Schöch, mit dem Stadtoberhaupt ein Gespräch führen zu wollen. Für die Stadt-ÖVP scheinen Anliegen der Innenstadtbevölkerung im Hinblick auf eine Metzgerei im Innenstadtbereich nicht zu zählen, wie sich auch niemand dafür zu interessieren scheint, dass zahlreiche Wirtschaftstreibende durch die Verkehrseinschränkungen in der Montfort- und Kreuzgasse sowie Neustadt teilweise mit erheblichen Umsatzeinbußen konfrontiert sind. Wo bleibt die einstmals vielgerühmte Wirtschaftskompetenz der ÖVP, wo bleibt das Bekenntnis zu einer gedeihlichen Entwicklung der Innenstadt Feldkirch als Wirtschaftsstandort und wo bleiben sichtbare Zeichen dafür, dass auch Nahversorgung in Form von Diversität in der Innenstadt sicherzustellen ist? Eine Antwort darf im Hinblick auf die nahende Gemeinderatswahl mit Spannung erwartet werden.

Dr. Peter Kircher,

Feldkirch