„Christen und Muslime im Gespräch“

Leserbriefe / 07.02.2020 • 18:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Dialogabend am Mittwoch, den 5. Februar in Bregenz:

Was mich bei den Impulsreferaten erstaunte: Es wurde davon ausgegangen, dass Christen und Moslems an denselben Gott glauben. Dies entspricht jedoch nicht den Tatsachen. Zwar gibt es im Koran viele Aussagen über Allah, die mit den Wesenszügen des jüdisch-christlichen Gottes, wie er in der Bibel offenbart wird, korrespondieren. Der Koran spricht sich jedoch gegen einen dreieinigen Gott aus (Sure 5,73; 25,2) und bekennt Jesus nicht als Gott, sondern nur als einen Propheten. Mit diesen Aussagen wird der Kern der christlichen Botschaft radikal verneint und daher ist Allah ein völlig anderer Gott als der jüdisch-christliche. Im Islam gibt es darum auch keinen Erlöser, der für uns gestorben und auferstanden ist. Der Moslem muss sich seine Errettung selber verdienen und kann nie wissen, ob er in den Himmel kommen wird. Christen dagegen dürfen sich schon jetzt auf den Himmel freuen, denn Jesus Christus starb stellvertretend für sie und schenkt als der Auferstandene jedem, der sich ihm anvertraut, das ewige Leben (Joh. 3,16; 14,6). Wer dieses wunderbare Geschenk angenommen hat, wird dann auch aus Liebe zu seinem Gott fleißig danach trachten, schon jetzt im Diesseits ein Leben zu führen, das seinem himmlischen Vater gefällt und ihn ehrt.

Rudi Regez, Thüringen