Kälbertransporte

Leserbriefe / 13.02.2020 • 18:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Warum ist es nicht möglich, heimische Bauern zu unterstützen, um endlich diese fürchterlichen Kälbertransporte zu stoppen? Es wird als Erfolg dargestellt, dass 25 Prozent der Tiere nicht mehr dieser unbeschreiblichen Qual ausgesetzt werden, sondern nur noch die restlichen 75 Prozent, denen das aber herzlich wenig nützt, wenn diese Aussage überhaupt stimmt! Von der Mutter getrennt, nahezu unversorgt Kälte oder Hitze auf Transportern ausgesetzt, der brutale Umgang beim Umladen! Dabei hat Dr. Erik Schmid schon vor einem Jahr sein „Reinheitsgebot der Alpenmilch“ vorgestellt, das dieser unbeschreiblichen Barbarei ein Ende setzen könnte: durch Abkehr von Hochleistungs-, hin zu Zweinutzungsrassen, Verzicht auf Kraftfutterimport und muttergebundene Kälberaufzucht. Manche Bauern schaffen das, mit Gefühl für ihre Tiere und übermenschlichem Arbeitseinsatz wie Manuela und Rainer Held aus Schwarzenberg sowie Markus und August Dorner aus Sibratsgfäll, die Tiere artgerecht zu halten und qualitativ hochwertige Lebensmittel anzubieten. Es ist eine Schande, dass dieser Einsatz von unserer Politik nicht unterstützt, sondern der Agrarlobby Tür und Tor geöffnet wird, wahrscheinlich weil das viel bequemer ist. Aber auch wir Konsumenten sind durch unser Kaufverhalten gefordert. Es muss zu einem raschen Umschwung und einer tiergerechten Lösung kommen!

Astrid Pöltz, Dornbirn