Rhesi – ein tolles

Leserbriefe / 13.02.2020 • 18:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Jahrhundertprojekt?

So ein tolles Jahrhundertprojekt wie Walter Egle im Leserbrief vom 3.Februar schreibt, wird es nicht, wenn man die Hintergrundinformationen in Betracht zieht. Man kann sich aber auch von schönen Visualisierungen und Bildern blenden lassen. Denn laut generellem Rhesi-Projekt, Abschnitt 1 (Fluss-km 65 – 74.7) mit der Dammabrückung, wird eine 9-jährige Bauzeit, jährlich ca. 3,4 Millionen Lkw-Kilometer-Fahrten mit einem Verbrauch von ca. 1.000.000 Liter Diesel gerechnet. Es werden 16,3 ha Wald und 2 ha Windschutzgürtel am Ehbach gerodet, zig ha Grünlandflächen, beste Flächen für regionale Lebensmittelproduktion, in eine Kies- und Lettenlandschaft (im Sommer eine Saunalandschaft oder sogar Sandsturmwüste) umgebaut. Tolles Projekt für die Bau-, Transport- und Mineralölwirtschaft, aber nicht für die Bevölkerung! Im RegREK amKumma steht u. a.: „Der Klimawandel ist ein generationenübergreifendes, globales und gleichzeitig lokales Thema. … Durch den voranschreitenden Klimawandel nehmen Starkregenereignisse, Hitzetage, Dürreperioden und Extremwetterereignisse zu, Naturgefahren treten vermehrt auf. In diesem Zusammenhang steigt die Bedeutung der Blauzone, der Grünzone und der unversiegelten Freiflächen in der Region. Neben der Anpassung an den Klimawandel ist die Region auch gefordert, Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“ Was nun, Saunalandschaft mit Kiesboden oder Grünlandflächen?

Norbert Bolter, Koblach