Grausame
Tier­transporte

Leserbriefe / 06.03.2020 • 18:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das wirtschaftliche System innerhalb der EU beim Handel mit Lebewesen ist pervers und unmenschlich. Nach der Empörung aus der Bevölkerung sollte die Politik das auch erkannt haben, die endlich wesentliche Änderungen im Sinne des Tierschutzes herbeiführen muss. So kann und darf es nicht mehr weitergehen. Grundsätzlich kaufen Konsumenten über den Preis ein. Landwirte treten ihre Vierbeiner natürlich auch an den Bestbieter ab. Das ist freie Marktwirtschaft. Jedoch erlaube ich mir, nachdrücklich die traurige Tatsache zu erwähnen, dass Bauern sehr wohl wissen, welche unvorstellbaren Qualen im Falle einer Auslieferung an den Exporteur ihre Tiere erleiden müssen. Ich frage mich: Warum endet, wenn es um den Profit der Verkäufer geht, die Menschlichkeit, die Moral und die Würde der Tiere? Keiner wird gezwungen, an den exportierenden Händler zu verkaufen, wie aus landwirtschaftlichen Kreisen zu hören ist. Für eine solche Rechtfertigung fehlt mir jegliches Verständnis. Mitwissen macht für dieses grausame Ende der Ware Nutzvieh mitverantwortlich.

Andreas Lener,
Ranggen (Tirol)/Rankweil