Tiertransporte

Leserbriefe / 06.03.2020 • 18:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nun beherrscht das Thema „Tiertransporte“ unserer Medien und unsere Gemüter schon eine längere Zeit. Von Beginn an muss festgehalten werden, dass Vorarlberg samt seinen vielen Alpen eine Grünlandregion ist und in der Folge, auch klimabedingt, nur eine Milchwirtschaftsregion sein kann. Diese Region wird von vielen Bauern mit viel Fleiß und Mühe bewirtschaftet und trägt zum Erhalt unserer Kulturlandschaft bei, die sowieso durch den großen Flächenverbrauch für Wohn- und Betriebsansiedlungen und Verkehrswege immer mehr abnimmt. Kein Landwirt möchte, dass seinen Tieren längeres Leid zustößt. Es ist nach meinem Verständnis unklar, die Tiere über Tausende Kilometer zu transportieren, um dann geschlachtet zu werden, wobei dann ja ca. 50 Prozent Abfall (Eingeweide usw.) anfallen. Dies kann nur geschehen, wenn das Transportwesen gefördert wird. Wenn die gewissen Kulturen nur geschächtetes Tierfleisch konsumieren, dann sollen sie in unserem Großraum einen Schlachthof bauen oder pachten und hier schächten. In der Folge wäre das Transportvolumen max. 15 Prozent und das Gewichtsvolumen nur noch 50 Prozent. Vor allem aber wäre das Tierleid nicht mehr gegeben. Meinungen von Politikern, dass die Landwirtschaft in Vorarlberg neu aufgestellt werden muss, sind wohl fehl am Platz und ich würde jeden, der solche Ideen verbreitet, einladen, selbst ein Jahr auf einem Hof ein Praktikum zu machen.

Josef Gantner, Bludenz