5G nicht erwünscht

Leserbriefe / 20.07.2020 • 17:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Viele Leute sind wegen des bevorstehenden 5G-Netzausbaus verunsichert und fühlen sich übergangen, weil diese hochfrequente Funktechnologie nach breiter Expertenmeinung ein zunehmendes Gesundheitsrisiko darstellt. Die Bundesregierung hat es im Vorfeld sträflich verabsäumt, unabhängige, vertrauenswürdige Experten mit der Klärung dieser offenen Fragen zu betrauen, die Ergebnisse öffentlich zu machen und einen transparenten Entscheidungs-Prozess einzuleiten. So wurden bereits österreichweit 5G-Konzessionen versteigert. Mehr noch: Den Betreibern wurde erlaubt, öffentliche Gebäude und Einrichtungen für die Anbringung von 5G-Sendern zu benutzen. Auch auf Landesebene gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich eine politische Partei oder ein(e) sogenannte(r) Volksvertreter(in) der Klärung dieser wichtigen Fragestellung annehmen werde. Man glaubt, wie so oft, unreflektiert den einschlägigen Interessen der Betreiber. Warnungen vor unumkehrbaren Gesundheitsschäden sind den politischen Entscheidungsträgern offensichtlich egal. Wie es aussieht, soll die Bevölkerung als Versuchskaninchen herhalten. Mit einem leistungsfähigen Glasfasernetz als Backup und den örtlichen Kabelbetreibern als Feinverteiler kann bei vergleichbarer Performance auf 5G verzichtet werden. In unseren Gemeinden können wir die Anbringung von 5G-Sendern wie etwa an Schulgebäuden oder Lichtmasten mittels Volksabstimmung rechtsverbindlich unterbinden. Es müssen dazu genügend Unterschriften gesammelt und eine Abstimmung beantragt werden. Wir haben somit die Möglichkeit, unseren persönlichen Lebensraum vor 5G weitgehend freizuhalten.

Armin Amman, Schlins

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