Stromleitungen – ­Erdverkabelung

Leserbriefe / 22.07.2020 • 19:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nach mehreren Leserbriefen möchte ich (Sprecherin der Bürgerinitiative zu Obervermunt II) dazu Stellung nehmen. Übrigens: Schon 2005/06 fiel eine Leitung (zum Glück stromlos) mit ca. 0,5 km Länge zwischen Häuser und auf die Straße. Es ist technisch möglich (vgl. Ärmelkanal) und leistbar, Stromleitungen zu verkabeln! Die homepage der Illwerke/VKW zeigt, dass die meisten Kraftwerke in unserer Gemeinde stehen. Deshalb finde ich es immer noch legitim, bei uns ein Pilotprojekt „Erdverkabelung“ umzusetzen, und zwar in bewohntem Gebiet und nicht – wie geschehen – vom OVII-Werk von Vermunt bis Partenen. Der Mensch und seine Gesundheit sind mehr wert als eventuelle Schäden durch Lawinen etc. Auch die Illwerke/VKW werden das Thema „Erdverkabelung“ nicht ewig umgehen können. Laut Aussagen unserer Verhandlungspartner sollten pro Jahr 1 Million Euro dafür bereitgestellt werden, also inzwischen mindestens 8 Millionen. Was ist damit passiert? Zur Gesundheitsgefährdung kommt auch die Verschandelung der Landschaft in einem Tal, das hauptsächlich vom Tourismus lebt, und auch die Vernichtung wertvollen Baulandes. Bei den Verhandlungen mit den Grundeigentümern (1960er Jahre) drohte Enteignung. Begonnen hat alles mit einer 220-kV-Leitung (Stromabtransport); jetzt ist es eine 380-kV-Leitung mit Stromtransport in beide Richtungen. Ein Landesunternehmen sollte für die Bürger(innen) da sein, nicht umgekehrt.

Ingrid Christoforou,

Gaschurn

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