„Tierqual auf ­Spalt­böden“

Leserbriefe / 22.07.2020 • 19:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief von Herrn Paul Dressel, VN vom 14. Juli:

Herr Dressel stellt in seinem Leserbrief die Frage „Wer ist um Himmels Willen zu so etwas fähig. Tiere in so einer Weise leiden zu lassen. Gibt es denn niemanden, der so einer unsäglichen Quälerei von Tieren Einhalt gebieten kann?“ Nun, nicht die Politik noch Gesetze sind in der Lage, Tierquälerei, weder im Privaten noch in der Massentierhaltung zu verhindern. Denn letztendlich ist es immer der einzelne Mensch, der für derartige Misshandlungen verantwortlich ist, im Falle von Massentierhaltung sind es der Betreiber und dessen Mitarbeiter. Und dabei kommt es wohl auch auf den geistig/ethischen Bewusstseinsstand und auch auf die Empathiefähigkeit dieser und auch jedes Menschen an. Und dazu gehört auch der Konsument von Fleischprodukten. Die Qual der Tiere in der Massentierhaltung hätte sofort ein Ende, wenn niemand mehr Fleisch konsumieren würde. Damit beantwortet sich die Frage von Herrn Dressel. Es ist also der Konsument, der den größten Beitrag zu diesem Thema leisten kann. Dass der Fleischkonsum nicht lebensnotwendig ist, wie es von vielen Ärzten und natürlich auch von der Fleischindustrie logischerweise behauptet wird, wird jeden Tag von Millionen von Vegetariern und Veganer auf das Neue widerlegt. Ein kluger Mensch sagte: So lange es Schlachthäuser gibt, so lange wird es auch Schlachtfelder geben.

Thomas Zillich, Leipzig (D)

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