Wer soll da noch durchblicken können?

Leserbriefe / 03.11.2020 • 17:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Am 23. Oktober wurde der Bezirk Dornbirn auf Rot geschaltet und es wurde angenommen, dass es dadurch in der Oberstufe zu einem Schichtbetrieb kommt. Die Schulampel leuchtete aber immer noch gelb. Auch bei der Orangeschaltung im September wurden die Schulen nicht der Ampelfarbe entsprechend geschaltet, sondern nur auf Gelb. Sinn ergibt das nicht. Am Freitag, dem 30. Oktober, wurden von der Bildungsdirektion die Aussagen getroffen, dass alles wie vor den Ferien weiterlaufen und es keine Änderungen – trotz merklich höherer Coronazahlen – geben soll. Am Samstag aber wurden sie revidiert. Kanzler Kurz gab nämlich kund, dass die Oberstufe mit Dienstag ins Homeschooling startet. Laut Presse fehlte aber auch noch am Sonntag eine Verordnung, was bedeutet, dass die Direktionen innerhalb eines Tages den Umstieg auf Distance Learning für die Oberstufe planen mussten, zugleich aber auch die Umsetzung der Präventiv- und Hygienemaßnahmen für die Unterstufe. Die Lehrpersonen sollen zwischen Präsenzunterricht in der Unterstufe und Distance Teaching in der Oberstufe wechseln. Ob das gut geht? – Vermutlich nicht. Darunter leiden schlussendliche sowohl Lehrpersonen als auch Schüler(innen). Da sieht man mal wieder, wie viel SchülerInnen für die Politik wert sind. Nur zu schade, dass sie die Zukunft unsers Landes sind.

Julian Jenny, Dornbirn

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