Amateurtruppe

Leserbriefe / 09.11.2020 • 20:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Landesregierung

Am Freitag vergangener Woche haben es gleich zwei Katastrophenmeldungen aus Vorarlberg in die Österreich-Nachrichten geschafft. Der Verfassungsgerichtshof hat die Bestimmungen über die Volksabstimmung in den Gemeinden Vorarlbergs abgeschafft, und die Landesregierung ist ratlos, wie es weitergehen soll.

Die Gesundheitslandesrätin hat verkündet, dass die Kontaktnachverfolgung von Coronaverdächtigen drastisch reduziert werden muss, weil die Organisation vor dem Kollaps stehe. Beiden Sachverhalten ist gemeinsam, dass die zuständige Landesrätin nicht vom Fach ist.

Weder wird die Legistik von einem Juristen in der Landesregierung vertreten, noch ist das Gesundheitsreferat von einem Arzt oder einem Gesundheitsökonomen besetzt. Da die gemütlichen Zeiten wohl für länger hinter uns liegen werden, ist zu fordern, dass in Zukunft Fachleute kritische Ressorts in der Landesregierung besetzen. Dazu ist zu fordern, dass diese in einer öffentlichen Anhörung bestellt werden, und dass bei dieser öffentlichen Anhörung Fachleute eingeladen werden, um die Fragen zu stellen.

RA Dr. Wilfried Ludwig Weh,

Bregenz

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