Hysteriker statt
Historiker

Leserbriefe / 11.11.2020 • 17:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zu Dr. Harald Walser in seinem arroganten VN-Kommentar vom
9. November 2020 betreffend die werbewirksame Zürser Weltcup-Rennstrecke.
Nach dem Beschluss zum Bau ist wegen des gegebenen Zeitdrucks sicher einiges schiefgelaufen, wie die kurzfristige Anlage des Schneedepots und die übrigen Maßnahmen mit langwierigen Genehmigungsverfahren. Stabile Schneedepots häuft man mit Pistenmaschinen ohne den behaupteten enormen Energieverbrauch auf, wenn es im Spätwinter noch genügend Schnee gibt, nicht im Sommer. Davon schmilzt dann selbst in einem warmen Sommer nur wenig ab, von wegen weitgehend geschmolzen. Kunsteisbahnen brauchen zu ihrem Erhalt unwidersprochen relativ viel mehr Energie als unsere Beschneiung. Der Zustand unserer Pisten mit ihrer bodenständigen Vegetation ist, auch von Fachleuten anerkannt, hervorragend, wie viele Vorarlberger in der Natur immer wieder erleben. Ich bin übrigens immer noch einer der Seilbahn-Bosse in Lech. Unser Heliskiing zu zwei genehmigten Landepunkten, gleichzeitig Training für Rettungsflüge, regt nur grasgrüne Fundis auf. Die vorhandenen Winterstatistiken seit 1926 betreffend Temperaturen und Schneelagen am Arlberg weisen bisher einen gleichmäßig flachen, für den Wintertourismus am Arlberg sehr geeigneten Verlauf auf, trotz der beschworenen Klimakrise. Von Desaster keine Rede, Herr Dr. Walser, Master of Desaster!

TR DI Michael Manhart, ehem. Naturschutzrat und Umweltschutzbeirat, Lech

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