Nein zum
Vollspaltenboden!

Leserbriefe / 11.11.2020 • 17:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wie kann es sein, dass wir Hunde und Katzen lieben und Nutztiere (vom Menschen so benannt) so leiden lassen. 60 Prozent der über 2,7 Millionen Schweine Österreichs müssen bis zur Schlachtung auf einem katastrophalen Betonspaltenboden leben. In Vorarlberg sind es etwa 35 Prozent. Der Kot und der Urin fallen durch die scharfkantigen Spalten. Die Schweine führen quasi ein Leben auf dem Klo. Oft ohne Sonnenlicht, ohne frische Luft und ohne Stroh! Die Folge: sie bekommen Augen- und Lungenentzündungen, sind kotverschmiert, haben Beulen, entzündete Gelenke, offene Wunden etc. Krankheitserreger könnten kaum einen besseren Nährboden finden. Das Fleisch dieser kranken Tiere landet dann als Schnitzel oder Schinken auf dem Teller der Konsumenten. Zu oft werden solche schlimmen Betriebe sogar mit dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet. Kürzlich haben wir zu zweit den Schweinen nachgefühlt und 24 Stunden auf einem Vollspaltenboden verbracht. Rasch war klar, dass der steinharte Betonboden eine Zumutung für jedes Lebewesen ist. Landwirtschaftministerin Köstinger jedoch beurteilt von ihrem gepolsterten Bürosessel aus, dass diese Haltungsweise artgerecht sei! Alle Tiere sind Lebewesen -– keine Produkte. Kein Genuss der Welt rechtfertigt Tierquälerei!

Sandra Flatschacher, Fraxern

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