Tatort

Leserbriefe / 11.11.2020 • 17:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ich war am Freitag, 30. 10. 2020, mit meiner Frau bei einem Großeinkauf im Interspar Bregenz. Der Einkaufswagen war randvoll. Manche würden es als Hamsterkauf ansehen. Jede Menge Klopapier, Konservendosen und Kaffee (da an diesem Tag 25% Rabatt). Als mittlerweile seit acht Monaten angstgeimpfter, maskentragender Kleinelefantendompteur sind meine Sinne als braver Bürger, wie von der Regierung gewollt, hypersensibel, zumal ich an diesem Morgen erfuhr, in ganz Österreich wird die Ampel auf Rot gestellt. An der Kassa anstellend ertönte um ca. 10.15 Uhr aus den Lautsprechern „Achtung, Achtung 1000“ für ca. zwei Minuten. Ratlos standen alle Kunden weiterhin an oder kauften ein. Plötzlich wechselte die Ansage auf ein immer wiederkehrendes „Verlassen Sie aus sicherheitstechnischen Gründen sofort dieses Gebäude“. Die halbe Ware lag schon auf dem Band. Als braver Bürger sagte ich zu der ungerührten Kassiererin, ich würde den Wagen hinter der Kasse stehen lassen, um nicht einen Fluchtweg zu verstellen. Niemand vom Personal hat gehandelt oder reagiert, als verdutzte Kunden plötzlich vor dem und nicht im Haus waren. Als Dank für diesen Fehlalarm
wird man von der Kassiererin und der Marktleiterin dann fast des Diebstahls bezichtigt. Mich sieht dieser Markt daher mit oder ohne Maske nur noch davor.

David Feurstein, Hohenweiler

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