„Verkehrte Welt“

Leserbriefe / 11.11.2020 • 17:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hildegard Stückler meint in ihrem Leserbrief, man würde kaum etwas gegen die Coronakrise unternehmen. Offensichtlich hat sie noch nicht mitbekommen, dass man alle Gasthäuser und Tourismusbetriebe geschlossen hat und dass man das Fußvolk nachts sogar einsperren will. Dass im Sommer alle Reiseziele geöffnet wurden und von unserer Wohlstandsgesellschaft sofort bereist werden mussten, hätte sicherlich nicht sein müssen. Das Gejammer sei jetzt groß, eher ist aber die Angstmache größer. Eine richtige Erkrankung mit Corona ist sicher nicht zu verharmlosen, bedauerlich dass einzelne Menschen damit in Intensivbehandlung sind und dass welche in Verbindung mit Corona gestorben sind. Frau Stückler will aber, dass man alle Grenzpendler zwischen Schweiz, Deutschland und Österreich testet, diesen enormen Aufwand und die Verfälschungen von Testung völlig gesunder Menschen bedenkt sie dabei leider nicht. Sie vergisst auch, dass ganz viele Arbeitnehmer und Firmen über die Grenze hinaus arbeiten und wirtschaften. Frau Stückler sollte auch wissen, dass unsere Lebensmittel nicht im Supermarkt wachsen. Es hat sich nicht gezeigt, dass Arbeiten und Wirtschaften im Grenzgebiet zu unseren Nachbarn ein Coronarisiko darstellt. Wir müssen weiterhin nach vorne schauen, wenn wir alle ein Jahr lang mit einer Maske in den Keller sitzen ist vielleicht Corona vorbei aber unser Leben halt sonst kaputt.

Stefan Bilgeri, Sibratsgfäll

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