Lech/Zürs

Leserbriefe / 18.11.2020 • 17:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

und Manhart

Dass Herr Manhart zum Desaster Weltcup in Lech/Zürs noch einen derart überheblichen Leserbrief schreibt, schlägt dem Fass den Boden aus. Er ernennt sich selbst als Schneepapst, ehem. Umwelt- und Naturschutzrat und sogar auch noch als Seilbahnboss, er erinnert mich grob an den Trump. Manhart sitzt Mitte November in 1700 m.ü.M bei +15° auf seinem letzten vor sich hinschmelzenden Schneehaufen, den sie schon fast ein Jahr lang umhertransportieren und behauptet, das Klima habe sich seit 1926 nicht geändert. Leider interessiert die Lech/Zürser Klima- und Naturschutz, Energie- und Ressourcenschonung und offensichtlich auch Gesetze und Vorschriften kein bisschen, nur traurig, dass man auch noch gleichgesinnte Leute in der Landesregierung hat, die dem Treiben nicht nur zuschauen, sondern dies auch noch mit Millionen an Steuergeldern fördern. Was ist eigentlich mit Corona-Vorschriften, in Lech/Zürs erwartet man die nächsten Tage 1200 Menschen, für diese wird die Hotellerie geöffnet, es werden Rennen veranstaltet, sogar nachts, bei hellster Beleuchtung, es wird miteinander gegessen und vermutlich auch gefeiert. Aber der kleine Bürger kann im arbeitsreichen Alltag nicht mal ins Dorfgasthaus zum Mittagessen, darf mit einzelnen Kollegen nicht mal zusammensitzen und sollte brav zuhause bleiben. Wie lange lassen wir eigentlich noch alles mit uns machen?

Stefan Bilgeri, Sibratsgfäll

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