Warum denn nicht

Leserbriefe / 18.11.2020 • 17:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

die „Pragmatische“?

Endlich die von uns schon so lange erwartete nüchtern-glasklare Feststellung, dass die Z-Variante der S 18 niemals genehmigungsfähig sei. Es gibt einfach nicht die eine Wunderlösung. Abgesehen davon, dass es keine belastbaren Prognosen für den Verkehr der Zukunft gibt. Auch die CP wird`s nicht werden. Wie viel unverzeihlich großen Verbrauch an landwirtschaftlichen Böden (Grünzone!) für eine vier-spurige, bemautete Strecke würde das bedeuten! Und die offensichtlichen Nachteile für die Gemeinde Lustenau fordern den Widerstand ja geradezu heraus. Wie diese „Zweitbeste“ durch die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) kommen würde, ist sehr zweifelhaft. Also warum nicht doch jetzt gleich realistisch und flexibel den Weg einschlagen, den wir Vertreter/innen der Natur- und Umweltorganisationen bereits im Planungsprozess „Mobil im Rheintal“ (2007 bis 2011) als Variante Pr („Pragmatische“) immer wieder vorgeschlagen haben? Es wäre die kürzeste, umweltverträglichere und schnell umsetzbare Verbindung zwischen den deutschen, Vorarlberger und Schweizer Autobahnen, zu einem Bruchteil der horrenden Kosten der CP. Entweder bei Mäder oder Diepoldsau/Altach/Hohenems und mit einer kleinen Lösung im Raum Höchst. Aber zwingend gehört dazu die Aufteilung und Routenbindung sowohl für den hausgemachten, firmeneigenen Nord-Süd-(Schwer-)Verkehr als auch den Transit.

Hildegard Breiner (Naturschutzbund Vorarlberg), Katharina Lins (Naturschutzanwältin), Manfred Hagen (VCÖ Sprecher Vorarlberg)

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