Fehler mit Folgen

Leserbriefe / 19.11.2020 • 18:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gesundheitsminister Anschober hat in der ZIB 2 erklärt, dass positiv Getestete in Pflegeheimen und Krankenhäusern weiterhin arbeiten, da Corona-positiv nicht gleichbedeutend mit ansteckend sei. Das stimmt. Gleichzeitig bedeutet ein positiver Test für direkt Betroffene und ihre Kontaktpersonen massive persönliche, wirtschaftliche und juristische Konsequenzen. Mittels solcher Tests wurden und werden Wirtschaft und Schulsystem lahmgelegt, und Innenminister Nehammer verfolgt Coronasünder mit aller Härte und ohne Pardon; sogar negativ getestete Quarantänesünder werden mit horrenden Strafen traktiert. Noch dazu wurden gemäß ORF selbst solchen Personen positive Testergebnisse zugestellt, die nie zu einem PCR-Test angetreten waren. In zahlreichen weiteren Fällen wurden „aufgrund eines technischen Fehlers“ negative Ergebnisse fälschlicherweise als positiv ausgewiesen. All diese Vorfälle häufen sich im In- und Ausland, und dabei können nur Personen, die nie beim Test waren, mit Sicherheit wissen, dass ihr Testergebnis falsch ist. Wie viele tatsächlich betroffen sind, bleibt daher offen. All dies führt wiederum zu Schadenersatzansprüchen der zu Unrecht Geschädigten, was aber nur ein Tropfen in der Flut von Klagen ist, die wegen der vom Verfassungsgerichtshof als rechtswidrig erkannten Lockdown-Verordnungen des Frühjahrs auf den Staat einprasseln werden.

Mag. Susanne Gorbach, Bregenz

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