Neun Jahre und …

Leserbriefe / 20.11.2020 • 16:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Neun (!) Jahre sind vergangen, seitdem im Oktober 2011 der Abschlussbericht des Planungsprozesses „Mobil im Rheintal“ beendet und danach die ASFINAG zur Prüfung von Z-Variante und Ostumfahrung Lustenau aufgefordert wurde. Nach neun Jahren bestätigt die ASFINAG das Urteil der NGOS von damals, dass diese Trasse nicht realisierbar ist. Bemerkenswert daran ist: Die ASFINAG argumentiert ihre Aussage rein naturschutzrechtlich, weder wasserwirtschaftlich noch bautechnisch, – nein, rein naturschutzrechtlich. Für eine rein naturschutzrechtliche Überprüfung dieser Hochrisiko-Variante haben die Betreiber neun Jahre (!) gebraucht: Jedes Unternehmen, jeder Konzern würden bei einer derartigen Überprüfungsgeschwindigkeit bankrottgehen. Als NGO-Vertreter hatte ich vor dieser suggestiven Variante Z gewarnt und offen erklärt: „Wer Z sät, wird dann die Ostumfahrung ernten.“ Es sind die Betreiber zu fragen, wieso sie neun Jahre Zeit vergeudet haben: Spätestens in den danach folgenden umfangreichen Verfahren hätte sich diese Z-Variante als absolutes NO GO herausgestellt. Die ASFINAG hat das jetzt bestätigt. Aber damit nicht genug: Alle Involvierten hatten erwartet, dass auch eine Trassenfestlegung im Bereich Fußach/Höchst/Rhein erfolgen würde! Aber Irrtum! Nach neun Jahren Prüfungszeit gibt es noch immer keine Entscheidung, ob die Trasse über den Rhein oder unter dem Rhein durchgeführt werden soll. Eine Farce. Werte Landesregierung: Das ist unzumutbar! Höchst? Fußach? Weiter warten? Absurd.

DI Prof. Andreas Poster, Rankweil

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