S18 Variante geradeaus

Leserbriefe / 22.11.2020 • 17:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Versachlichung, Argumentation zur Streckenführung der neuen S18 bringt erstaunliche Tatsachen an den Tag. Es werden für die überlastete Straßenführung vom Zollamt Lustenau Richtung Dornbirn ca 20.000 Autos prognostiziert. Durch den bis zu 1,5 Milliarden teuren S18-Autobahnbau wird diese Straße um ca. 15.000 Autos entlastet. Für die neue S18 werden 60.000! Autos prognostiziert. Offensichtlich geht es nicht vorrangig um die Entlastung des innerörtlichen Verkehrs, sondern hauptsächlich um einen Straßenbau für den überregionalen Verkehr zu Lasten des östlichen und nördlichen Lustenauer Siedlungsraumes. Mit allen Nachteilen für Bewohner, die angrenzende Riedlandschaft als Naturraum und Erholungsgebiet, Versiegelung und Verlust von landwirtschaftlichem Böden, horrenden Kosten. Ein Kompromiss und eine gute regionale Lösung entgegen dem überdiminsionierten Autobahnbau wäre die Weiterführung der autobahnähnlichen Verbindung von Dornbirn nach Lustenau mit Untertunnelung vor dem Siedlungsgebiet und Anschluss direkt an die Schweizer Autobahn. Kurze Strecke, geringe Kosten, spürbare innerörtliche Verkehrsentlastung und Verbindung der Autobahnen innerhalb relativ kurzer Zeit. Ergänzend bräuchte es für den nördlichen Ortsteil die kurze Anbindung von Brugg nach St. Margrethen. Alle neuen Trassen wären ohne Probleme mit Naturgebieten, Siedlungsraum und Genehmigungsverfahren. Die Verkehrsministerin hat signalisiert, dass neue Vorschläge geprüft werden können.

Eugen Schneider, Lustenau

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.