Lockdown

Leserbriefe / 25.11.2020 • 17:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Skurrile Bilder gab es am Montag vor dem zweiten Lockdown in Vorarlberg. Schon um 8.00 Uhr wurden Baumärkte, Gärtnereien und Geschäfte, die mit hohen Rabatten lockten von der Vorarlberger Bevölkerung gestürmt. Weg war plötzlich die Angst, sich zu infizieren galt es ja sich Prozente zu sichern oder „dringend“ benötigtes Baumaterial zu beschaffen. Da spielte es keine Rolle wie viel und wie lange Leute in der Schlange anstanden oder im Baumarkt fast umgerannt wurden, es war ja schließlich erst Montag. Aber wehe dem, der das Virus nicht als so bedrohlich ansieht, wie es ja sein muss, sonst würde unsere Landes- und Bundesspitze sicher nicht solch dramatische Schritte einleiten und unsere Grundrechte ignorieren, warum sollten sie auch? Die von den Medien titulierten „Corona-Leugner“ werden öffentlich beleidigt und pauschal diffamiert, egal ob Arzt, Virologe, Rechtsanwalt oder der einfache Mann. Verschwunden das Recht auf freie Meinungsäußerung und freie Meinungsbildung, wer braucht das schon. Mein Beileid an alle, die ihre kürzlich verstorbenen Angehörigen nur im engsten Familienkreis, ohne Freunde oder lebenslange Wegbegleiter zur letzten Ruhe begleiten, oder ihre Eltern, Großeltern oder Kranke in den Spitälern und Altersheimen nicht besuchen dürfen. Mehr Eigenverantwortung und weniger Auflagen, auch wenn mit 50 Prozent Rabatt „gelockt“ wird.

Christoph Kleinfercher, Rankweil

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