Sackgasse S 18

Leserbriefe / 25.11.2020 • 17:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Obwohl lt. Asfinag die Pläne für eine Verbindung im mittleren Rheintal verworfen wurden, weil die Entlastungswirkung geringer sei als bei S18/Z bzw. CP, behauptet die schwarze Regierungsseite seit Jahren kurz und knapp: „wurde geprüft, geht nicht“. Keiner der politisch Verantwortlichen vermag zu erkennen, welchen flächendeckenden grenzüberschreitenden Nutzen eine solche Verbindung zwischen Diepoldsau und Mäder bewirken würde und sie verdrängen allesamt, dass es die S18/CP dann gar nicht braucht. Lieber wird der Steuerzahler weiterhin angeflunkert, lieber werden der Bevölkerung weitere Jahrzehnte der Ungewissheit zugemutet und lieber werden 1,5 Mrd. Euro in ein Loch geworfen, das Lustenau gar nicht will – zahlt ja der Bund – also nicht wir. Es wird Zeit, dass die Politik die Sackgasse S18 als Flop der Landesgeschichte eingesteht und dass eine Verbindung der Studie „Netzstrategie Raum DHAMK“ vertieft wird. Wie im Schlussbericht von 2018 (öffentlich einsehbar) empfohlen wird, ist für die Entlastungswirkung ausschlaggebend, dass auch ein leistungsfähiges Zollamt an dieser Verbindungsstraße platziert wird. Dass eine Linienführung im mittleren Rheintal für Lustenau nichts bringen soll, widerlegt allein der Hausverstand. Wem es dennoch an Vorstellungskraft für das gesamtheitliche Entlastungspotential zwischen Höchst und Tisis mangelt, dem stehe ich gerne zur Verfügung.

Markus Bilgeri,

Hard

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