Achtal-Radweg

Leserbriefe / 12.04.2021 • 18:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dem Wunsch nach einem Rad- bzw. Wanderweg durchs Achtal seien folgende Fakten entgegengestellt, wobei diese Aufzählung nicht vollständig ist: Von Anfang an gab es Betriebsunterbrechungen der Wälderbahn durch Verschüttungen des Gleiskörpers; 1905: Felssturz; Juni 1908: Zugentgleisung wegen eines Erdrutsches; Sommer 1910: Beschädigungen durch Hochwasser; Dez 1921: Entgleisung wegen eines Felssturzes; 1957: Streckensperren wegen mehrerer Vermurungen; Jänner 1965: Felssturz beim Egger Viadukt; Mai 1965: Hangrutschung; Juni 1965: Trassenunterspülungen wegen Dauerregens; April 1980: Widerlagerunterspülung der Rotachbrücke; Juli 1980: mehrere Hangrutschungen; Oktober 1980: ein neuerlicher Erdrutsch. Da diese Ereignisse das wirtschaftliche Ergebnis der Wälderbahn seit jeher belasteten, gelangte im September 1980 die ÖBB aufgrund eines geologischen Gutachtens zur Erkenntnis, dass wegen der vielen Schäden ein weiterer Betrieb der Bregenzerwaldbahn wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist (zumal auch die Akzeptanz der Wälderbahn nicht den Erwartungen entsprach)! Man sprach damals von über 200 Mill. Schilling, umgerechnet ca. 15 Mill Euro an Sanierungskosten nur das Achtal betreffend! (Infoquellen: Bregenzerwaldbahnliteratur). Das Achtal lässt sich niemals bändigen. Es gibt immer wieder Hangrutschungen! Ein Radweg durchs Achtal wird daher zu einem finanziellen Fass ohne Boden! Zumal die Beseitigung eventueller Schäden nur durch schweres Gerät möglich sein wird, was einen breiten und tragfähigen Weg mit Ausweichen und Wendeplätzen bedingt.

Hannes Partsch, Kennelbach