Zeit zum Vergeuden oder Sichtbarmachen

Leserbriefe / 12.04.2021 • 18:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Landesregierung hat viel Zeit. Sehr viel Zeit. Zeit zu vergeuden. S18-Zeit sozusagen. Unser Auf-schrei dagegen wurde zwar gehört: Das Regionalforum zur Beratung einer Lösung nach dem S-18-Desaster im November wird jetzt Ende des Monats einberufen. Aber nahezu sechs Monate (!) sind seither vergangen, dass die ASFINAG den NGOs recht geben musste, dass die sogenannte Z-Variante natur-schutzrechtlich nicht realisierbar ist. Und das nach acht Jahren (!) Prüfung. Seit Monaten wurde uns die Einberufung des Regionalforums versprochen. Seitdem hatte die Landesregierung viel Zeit und auch die Möglichkeit, z.B. erfolgreiche SDG-Foren mit über 150 TeilnehmerInnen zu organisieren. Oder auch ein ONLINE-Parteitag der ÖVP mit über 200 Delegierten war kein Problem. Nur eine ONLINE-Konferenz des Regionalforums mit rund 35 Teilnehmer*innen war nicht realisierbar. Zeit? Die Zeit vergeht. Sie wird vergeudet. S-18-Zeit eben. Längst gäbe es bessere und schnellere Lösungen als die nun übriggebliebene, von allen ungeliebte CP-Variante. Aber: Man könnte sie jetzt doch ausstecken, öffentlich sichtbar machen: Damit alle sehen, was für einen exorbitanten Flächen-verbrauch diese gigantische Trassenführung verursachen würde. Dafür wäre jetzt Zeit. Noch vor dem Regionalforum Ende April. Für eine rasche Entscheidung danach. Und Zeit-Gewinn. Vorarlberg braucht zeitgemäße Infrastrukturlösungen. Rasch und nachhaltig. Nicht solche, die in 20 Jahren nicht funktionieren werden.

Andreas Postner, Rankweil