Um Himmels willen, Frau Scheffknecht

Leserbriefe / 19.04.2021 • 18:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht vom 15. April 2021:

An was denken denn Sie bei Ihren Vorschlägen? Bewegung und Freiraum helfen uns loszulassen, körperliche Spannungen lösen sich, Ängste und Besorgnis vergehen. Körper, Geist und Seele fühlen sich befreit, die Energie kann fließen, wir saugen Eindrücke auf, speichern sie: Farben, Weite, aber auch Sauerstoff, Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden abgebaut, Glückshormone freigesetzt. Unsere Körperchemie ist nach dem Aufenthalt im Freien wie runderneuert. Wie erfüllend müsste es für ein Kind sein, nach einem Stück Brot und einer Flasche Wasser in seinen Rucksack zu greifen anstatt in die Hosentasche oder Schulbank nach dem Handy oder Laptop. Welches Kind kennt denn heute noch diese Erleichterung bei Hunger und Durst? Wenige Kinder und Schüler können heute noch richtig abwärts rennen, du glaubst stetig, sie brechen sich die Beine. Dabei wäre das so wichtig. Viele Studien beweisen, dass Schüler, die über Stock und Stein rennen, besser in Mathe sind. Ja klar, das Hirn ist dauernd dran, die Höhenunterschiede auszurechnen, und wenn das nicht stimmt, fällt man auf die Nase. Allemal kommen Kinder im Freien schneller auf positive Gedanken und hegen Zuversicht als eingesperrt in Klassenzimmern. Es bleibt zu hoffen, dass es im Land noch Politiker mit Hausverstand gibt. Sausgruber war so einer.

Walter Dorner, Andelsbuch