Mängel in unserem Bürokratiesystem

Leserbriefe / 23.04.2021 • 18:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wie die VN am 21.4. d. J. berichteten wurden in Vlbg. bis dato lediglich zwei Prozent der Entschädigungsanträge nach dem Epidemiegesetz ausbezahlt! Im Bundesländervergleich ist Vlbg. offenbar Schlusslicht in Österreich! Als Ergebnis aus dieser Offenbarung wird aber leider nicht das Tempo der bürokratischen Arbeit beschleunigt – sondern die Frist für die Abarbeitung um das doppelte erstreckt. Wie muss das auf die Psyche mancher Betroffener und in Existenzangst lebender Bürger wirken, wenn die verantwortliche Politik nicht die Existenzsorgen der Betroffenen verkürzt, sondern der Bürokratie die doppelte Zeitspanne für die Abarbeitung einräumt! Auf der Gegenseite aber arbeitsame Bürger, die bei kleinsten Vergehen von denselben Behörden (vielleicht nicht derselben Abteilung) Vorschreibungen von Strafgeldern mit sehr kurzen Fristbemessungen zugestellt bekommen! Könnte nicht auch unser Bundesland als besonders bürgerfreundliche Modellregion veranlassen, dass bei den Bezirkshauptmannschaften einige Beamte von den Strafabteilungen abgezogen und kurzfristig jenen Abteilungen zugeteilt werden, die Entschädigungszahlungen zu bearbeiten haben! Das wäre eine neue Art der Bürgerfreundlichkeit – mit der sowohl Bürokratien als auch Politik punkten könnten und die dem Slogan „mutig vorwärts“ dienen würde!

Hugo Walder,

Egg–Großdorf