Christen und die Homosexualität

Leserbriefe / 25.04.2021 • 18:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Leserbrief-Verfasserinnen, zuletzt Frau Traudy Rinderer, die die Homosexualität verurteilen, berufen sich auf das Alte Testament, Buch Leviticus 18,22 (im Neuen Testament steht nichts davon, Jesus hat sich nie dazu geäußert). Ich finde es nicht richtig, dass diese Kämpferinnen gegen die Homosexualität uns den Rest des Buches Leviticus vorenthalten. Ich empfehle jedem/jeder das genaue Studium desselben! Da gibt es noch Hunderte von Gesetzen, die es für richtige Christinnen zu beachten gilt. Für einige müsste zwar die Todesstrafe in Österreich eingeführt werden, wie z.B. für die Arbeit am Samstag oder für das Fluchen (die vorgeschriebene Steinigung finde ich jedoch unzeitgemäß), aber für echte Kämpferinnen ist das kein Problem, denn das Wort Gottes ist für sie ewig und unabänderlich, odr? Wer Fett oder Blut von bestimmten Tieren isst, soll „ausgemerzt“ werden (Lev. 7,22)! Das Verbot des Abschneidens der Haupt- und Barthaare bei den Männern (Lev. 19,27) wird auf den Widerstand der Friseure treffen. Für Gott ist das Essen von Schalentieren genauso ein Gräuel wie Homosexualität (Lev. 11,10). Erlaubt ist jedoch der Besitz von Sklaven (Lev. 25,44). Also entweder nimmt man das ganze Buch Leviticus ernst oder tut es nicht — ich bin für Zweites.

Herta Holzer,

Nenzing