Elektronischer Impfausweis

Leserbriefe / 26.04.2021 • 17:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Abgesehen von bereits geäußerten Bedenken von Datenschützern, bleiben doch gewisse Bedenken oder Fragen. Dient das Ganze nur dem Ziel der Menschen- oder Bürgerüberwachung, oder fällt das Ganze unter den vom deutschen Gehirnforscher Manfred Spitzer geprägten Ausdruck „Digitale Demenz“? Wir haben doch den seit vielen Jahren bewährten Internationalen gelben Impfausweis. Wieso genügt dieser nicht? Die Vorteile dieses gelben Dokuments sind doch nicht von der Hand zu weisen. Er benötigt keinen Akku, der auch nach einem 15-stündigen Flug nicht leer sein kann. Er kann nicht abstürzen. Er kann nicht gehackt werden. Er kann nicht mit Computerviren verseucht werden. Er wird nicht beschädigt, wenn er auf den Boden fällt. Er zwingt niemand, unbedingt ein Smartphone oder iPhone zu besitzen. Er bietet keinen Anreiz für den immer beliebteren Sport von Handydiebstahl oder raub. Mein eigener erster gelber Impfpass stammt aus dem Jahre 1963, mit dem ich auf der ganzen Welt in allen fünf Kontinenten war. Ich bin sicher kein Technikverweigerer, aber für mich ist nicht jede Neuerung auch ein Fortschritt. Darüber nachzudenken lohnt sich sicher, auch für die Politik, die ja nur allzu gerne als Trittbrettfahrer auf fahrende Züge aufspringt.

Ing. Dieter Reisinger (Auslands­österreicher), Schaanwald (FL)