Hat sich der Falstaff-Herausgeber geirrt?

Leserbriefe / 26.04.2021 • 17:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Bericht „Davon profitiert das ganze Land. Zum Restart der Gastgeber: Falstaff-Guide mit Höchstbewertungen für Vorarlberg “, VN vom 22. 4.:

Ein Hotel ist nach meinem Begriff ein Betrieb, in dem jede und jeder einkehren, konsumieren, sich mit Menschen treffen und unterhalten sowie bei Vorlage eines Reisepasses nächtigen und die Infrastruktur des jeweiligen Hotels nutzen kann, wie das in allen Betrieben, die sich als Hotel bezeichnen dürfen, der Fall ist. Nicht so im Chalet N in Oberlech, das kein Hotel im herkömmlichen Sinn, sondern ein exklusiver Club ist. Wenn man in diesen Betrieb als „Normalbürger“ einkehren möchte, wird man abgewiesen.

Die Eigentümer der traditionellen Hotels in Österreich, die schon über Generationen geführt und von Einheimischen sowie Gästen aus aller Welt täglich mit pulsierendem Leben erfüllt werden, müssen sich überfahren fühlen, wenn ein Betrieb wie das Chalet N in Oberlech, der erst seit einigen Jahren besteht und gar kein Hotel, sondern ein exklusiver Club ist, als zweitbestes Hotel von ganz Österreich, vom Falstaff-Herausgeber hochstilisiert wird. Es stellt sich die Frage, ob dieser Betrieb vielleicht noch Schlupflöcher findet, um die Einnahmen der Gemeinde Lech zu schmälern? Ich bin beruflich, in der Zeit von 25 Jahren, in den meisten Hotels in Lech und Zürs ein- und ausgegangen und weiß, wovon ich schreibe.

Fritz Vögel, Lech