Inzidenz-Zahlenspiel

Leserbriefe / 29.04.2021 • 17:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Seit Beginn der Pandemie wird mit Inzidenzzahlen manipuliert und Angst gemacht. Als Vorarlberg die beste Inzidenz von Österreich hatte, wurden wir als Testbundesland mit Öffnungen beglückt. Nun haben wir wieder die schlechtesten Inzidenzwerte von Österreich. Sowohl Gesundheitsexperte Armin Fidler (Vlbg-Heute, 26.4.) als auch Landeshauptmann Wallner (Zib2 Spezial, 26.4.) wurden von den Reportern gefragt, wie es möglich sein kann, dass Vorarlberg die höchsten Inzidenzzahlen von Österreich habe und die Öffnung bleibt bestehen. Darauf von beiden die Antwort: Man müsse nicht auf die Inzidenzzahlen schauen, sondern auf die registrierten Kranken inkl. Spitäler und Intensivbetten. Da liege Vlbg. immer noch am besten von Österreich da. Die Demonstranten von Bludenz wollten eigentlich auch nichts anderes und sammeln Unterschriften für ein Volksbegehren, genau wie die beiden führenden Herren es bestätigen. Wo ist da der Unterschied? Gesundheitsexperte Dr. Martin Sprenger (ZIB2 v. 16.9.20.) gab an, dass das Virus bei allen Menschen wandert. Wenn das Immunsystem passt, ist keine Wirkung, aber Weitergabe möglich. Deshalb sind viele positiv Getestete ohne Symptome. Das verfälscht die Inzidenzzahlen laut Hausverstand. Wenn wirklich nur die tatsächlich Kranken gezählt würden, könnten wir längst alles öffnen. Zur Sicherheit noch Abstand halten und bei Ansammlungen Masken, wäre vertretbar. Aber Testen und Zahlenspiele zu inszenieren, ist sinnlos.

Oskar Piffer, Dornbirn