„Neidgesellschaft“

Leserbriefe / 29.04.2021 • 17:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Kommentar von Wolfgang Burtscher, VN vom 26. April:

Lieber Wolfgang, Testen und Impfen sind zwei völlig verschiedene Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie, da beim Testen keine pharmakologisch wirksamen Substanzen in den Körper eingebracht werden. Jeder Impfstoff kann aber unvorhersehbar, auch bei nicht bekannter Allergie, allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen, weshalb in allen Impfstraßen neben jungen Ärzten und Pensionisten immer einige Ärzte mit aktivem Notarztdiplom im Team anwesend sein müssen, die in einem perfekt ausgerüsteten Notfallraum die ganze Palette der Behandlung schwerer Reaktionen beherrschen und so eine maximale Sicherheit für alle Impflinge gewährleisten. Dies gilt auch für alle Ordinationen, in denen geimpft wird.

Sicher gibt es Länder, in denen an Tankstellen und Supermarktkassen geimpft wird, aber ich bin froh, dass wir in einem Land mit hohen Standards leben. In diesem Zusammenhang von Neidgesellschaft der Ärzte zu sprechen, finde ich völlig daneben und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass du dich an einem Ort ohne Notfalleinrichtung impfen lassen würdest.

Dr. Rudi Sprenger, Feldkirch