Hitzerekord

Leserbriefe / 02.07.2021 • 17:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 1. Juli 2021.
VN-Bericht vom 1. Juli 2021.

Zum Bericht „Neuer Hitzerekord mit 49,5 Grad“, VN vom 1. 7. 2021:

Die Zeit der schönen Worte, Protokolle und Versprechungen für den Klimaschutz ist längst vorbei. Wenn nicht unverzüglich gehandelt wird, werden die nächsten Generationen nur unter erschwerten Bedingungen auf diesem Planeten leben können. Dass es in den Permafrost-Regionen in Sibirien im Frühling noch nie gegebene 30 Grad plus gab und jetzt deren Wälder brennen, in Kanada es beinahe 50 Grad Celsius hat, in Mitteleuropa bereits verheerende Tornados auftreten, die wasserspendenden Gletscher weiter abschmelzen, viele Inseln in den Weltmeeren dem Untergang geweiht sind und es massive Reduzierung der Insekten und ein Artensterben gibt, scheint die ausschließlich gewinnorientierte, globalisierte Wirtschaft nicht zu stören. Ohne Bedenken werden mit den größten Meeresverschmutzern, den mit Schweröl angetriebenen Containerschiffen und mit Abermillionen Lkw die gewinnbringenden Waren rund um den Globus gekarrt. Dass die riesigen, umweltschädlichen Luxusliner und Flugzeuge trotz Coronapandemie für den Tourismus bereits Fahrt aufnehmen, ist sinnbildlich. Die angebliche Lösung aller Probleme, die gepredigte Regionalität, wobei parallel der Export forciert wird und damit den importierenden Ländern die Regionalität genommen wird, ist ein Wunschdenken. Anstatt wirkungsvolle, bindende Klimaschutzauflagen festzulegen, müssen für Hochwasserschutz und Dammprojekte unvorhersehbare Summen ausgegeben werden. Sogar das Plastikflaschenpfand, das auch die Müllräumung und Entsorgung entlasten würde, wird zum Wohle der Wirtschaft verhindert.

Alfred Fuchs, Dornbirn