Schade um

Leserbriefe / 16.07.2021 • 19:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

die Vorstadt

In den vergangenen hundert Jahren ist das Bludenzer Gebiet westlich der Stadt, vom Oberen Tor bis zum Galgentobel und darüber hinaus, aus städtebaulicher Sicht vernünftig, natürlich, organisch gewachsen. Beim Errichten von Wohnraum wurde immer das Umland beachtet und darauf Rücksicht genommen. So entwickelte sich trotz aller Verschiedenheit eine gefällige Region mit hohem Wohnkomfort. Nun kauft eine Firma (Jäger) ein teures Grundstück in bester Lage, direkt an der Fohrenburgstraße und errichtet auf diesem schmalen Grünstreifen (ehemals Pfadfinderwiese) eine Wohnanlage, die ihresgleichen sucht – jedoch nicht finden wird. Drei würfelige Bauklötze, mit jeweils vier Stockwerken werden in dieses Areal lieblos hineingepfercht. Drei Fremdkörper, die sich nicht in geringster Weise mit der Umgebung abstimmen und sich auch nicht um ein großflächig gefälliges Bild kümmern. Dieses Projekt stellt mit seiner planerischen Fantasielosigkeit eine städtebauliche Verschandelung der westlichen Vorstadt dar – für immer! Bereits im vergangenen Jahr an die zuständige städtische Behörde (Hochbau) gerichtete Fragen bzgl. der geplanten Verbauung dieses Grundstückes. Keine Reaktion. Man muss daher annehmen, dass sich die zuständigen Gremien der Stadt entweder kaum für eine vernünftige, zukunftsträchtige städtebauliche Entwicklung interessieren (was ich nicht hoffe) oder dieses Projekt in dieser Form gutheißen (was ich noch weniger hoffe).

Max Eckert, Bludenz