Geschlechtsneutral

Leserbriefe / 19.07.2021 • 17:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

VN-Bericht vom 15.7.2021:

Ob das wirklich ein kultureller und zivilisatorischer Fortschritt ist, wenn sich jetzt die „westliche“ Welt gehorsam der „geschlechtsneutralen“ Welle anpasst? Allerdings meist nicht aus echter Überzeugung, sondern aus Kalkül: Eine Fluggesellschaft kann sich nicht erlauben, ihr Marketing nach dem persönlichen Geschmack der Betreiber auszurichten, sondern wird die Fluggäste künftig statt mit „meine Damen und Herren“ geschlechtsneutral angeblich mit „Werte Persönlichkeiten“ willkommen heißen. Ob dann alle Kunden dem bisherigen Sprachgebrauch nach auch wirklich „Persönlichkeiten“ sind?

Und ebenso ist es „kalkulierte Anpassung“ an eine „öffentliche Meinung“ (political correctness), wenn Formulare für Stellengesuche das „Er“ und „Sie“ mit „Es“ erweitern. Da gefällt mir, was eine Vertreterin kürzlich meinte: Es wäre ihr am liebsten, alle die segregierten Sexualausrichtungen würden eigens so kommentiert wie die heterosexuelle, nämlich gar nicht (!). Zur berühmt-berüchtigten Fahne mit den (bisher) fünf Farben: Ich persönlich lehne ein Aushängen bei der Kirche deshalb ab, weil ich mich dem Druck nicht unterwerfe, der da lautet: Entweder du hängst sie aus oder du bist ein Feind der Menschlichkeit.

Pfr. Peter Mathei, Alberschwende