Turbokuh

Leserbriefe / 29.08.2021 • 17:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es scheint die Zeit zu sein, Scheuklappen aufzusetzen, denn es lebt sich anscheinend besser, wenn man nicht alles zu Ende denken muss. Landwirtschaftsförderung der EU: Keine Regierung, ob links oder rechts, noch die EU will den Mob wegen Hunger auf der Straße. Das heißt, die Landwirte haben seit 40 Jahren keine Indexpreisangleichung erhalten. Das wäre jetzt die EU-Förderung. Es wäre aber sehr interessant eine 4000-Liter-Kuh mit Hörnern zu halten, wenn ich pro Liter Milch vier Euro bekommen würde (40 Jahre, jährlich drei Prozent). Dann wettern aber wieder die Medien „Grundnahrungsmittel werden teurer“. So hat man einen tollen Buhmann gefunden. Fazit: Die EU fördert die Landwirte, damit das Volk billigste Nahrungsmittel hat und somit Urlaube, Autos und andere Konsumgüter kaufen kann. Eine Turbokuh für eine Turbogesellschaft. Das Spar-Tierwohlschwein wurde auch gecancelt – zu teuer. Vielleicht sollte der VGT mal in Haushalte einbrechen und die Kühlschränke kontrollieren und anzeigen (Kühlschränke sind leider kein Statussymbol). Oder Herr Schmid, bauen Sie eine neue Marke auf: 4000er-Milch für vier Euro der Liter. Mit 4000 Liter Milch könnte ich meine Kosten im Monat decken. Sie müssen nur noch Kunden bringen! Es gibt sehr viel zu tun, fernab der Medien.

Cornelia Mündle, Satteins

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