Der Kolonialismus lebt

Leserbriefe / 01.09.2021 • 17:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In den vergangenen 60 Jahren wurden Sprüche geklopft, aber überhaupt nichts dazugelernt. Die politischen Führungen seit dem Zweiten Weltkrieg haben bis heute besonders in Ostasien, Afrika u.a. nur Chaos hinterlassen, obwohl sie als „Heilsbringer“ angetreten sind. Bei der Lektüre der aktuellen Biographie über JF Kennedy, „Ein unvollendetes Leben …“ wird das augenscheinlich, wie vor allem der „hochheilige Westen“ mit seiner Demokratie –Botschaft an die Wand fährt. An die Politik richten wir den Aufruf, steigt endlich ab vom hohen Ross, legt die narzisstische Überheblichkeit und die Selbstbeweihräucherung ab. Wir müssen akzeptieren, dass die demokratische Mission des Westens nicht überall auf fruchtbaren Boden fällt. Die Frage wie wir mit anderen Gesellschafen, Nationen umgehen, kann nur im direkten Kontakt und auf Augenhöhe versucht werden. Gepanzert mit kolonialer Arroganz dringt der Westen in betroffene Staaten ein, weiß alles besser, erfährt nun, dass man in anderen Kulturen und Nationen nicht uns auf wartet! Mit Geld und Militär werden die Lebensverhältnisse dort nicht verbessert, sondern festgezurrt. Was da Mengen an Ressourcen auf sozialem, wirtschaftlichem, gesellschaftlichem Gebiet verbraten wurden, schreit zum Himmel. Die Verantwortlichen, die sowas anordnen und befehlen, gehören zur Rechenschaft gezogen, nicht ausgezeichnet!

Maria und Paul Ammann,

Bludenz

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.