Schaumgebremst

Leserbriefe / 21.01.2022 • 16:43 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Die Landesregierung bemüht sich, die Entscheidung der Behörde zur Verlängerung der Bewilligung zum Heliskiing in Lech als „Bremse“ nach objektiver Güterabwägung im öffentlichen Interesse zu verkaufen. Bei der Auflistung und Gewichtung der betroffenen Themen-Interessensbereiche wird der Tourismus unter ergänzendem „auch“ erwähnt. Realpolitisch ist es offensichtlich ein überwiegendes „nur“. Die Verpflichtung, dass die Touristiker ihr Angebot im Rahmen eines Gesamtkonzeptes selbst auf Nachhaltigkeit überprüfen müssen, stellt de facto ein Abtreten der behördlichen (politischen) Entscheidungskompetenz an die Antragsteller dar. Sie können sich die Notwendigkeit und Unverzichtbarkeit des Angebots in einem selbst erstellten Nachhaltigkeitskonzept zusammenreimen. Das wird ihnen in der verkürzten Frist innerhalb von 2,5 Jahren wohl möglich sein. Es könnte sich aber um einen klassischen Pyrrhussieg handeln: Letztlich geht es auch im Tourismus und in der Politik um Glaubwürdigkeit.

Dr. Erik Schmid, Götzis

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