Vorbildliches Lech – spüren und handeln

Leserbriefe / 25.01.2022 • 22:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Da spült eine Wahlkampf-Schlammschlacht einen verdienten Bürgermeister in Lech weg und einen ehemaligen Standesbeamten auf den Präsidentensitz – und ein Jahr später gibt der Neue schon wieder auf. Wegen andauender persönlicher Angriffe aus der Gemeindepolitik, wie er unter anderem anführt. Kein Wunder, hat die Schlammschlacht die politischen Verhältnisse in meinem wunderbaren Skiparadies doch nachhaltig gestört. Und jetzt dies: Die beiden wichtigsten politischen Kräfte in Lech, die „Liste Lech“ und die Liste „Zusammen uf Weg“, vor einem Jahr noch Gegner, haben sich zusammengetan und wollen als Team auftreten und „Stabilität und Zusammenhalt“ in Lech wieder herstellen. Und sie haben auch einen erfolgreichen Unternehmer und Hotelier, Gerhard Lucian, gefunden, der sich als Bürgermeister zur Verfügung stellt. Wenn sich in diesen schweren Zeiten politische Gegner zusammentun und gemeinsam Verantwortung übernehmen, kann man da nur den Hut ziehen. Sie haben gespürt, was die Lecher(innen) wollen und haben gehandelt. Spüren und Handeln. Und wenn diese Parteien dann auch noch beschließen, trotz Gegenkandidaten, keinen Wahlkampf zu machen, dann wird das dem Ruf von Lech nur guttun. Politiker(innen) anderer Gemeinden und vor allem unserer beiden Länder können sich vom Vorgehen in Lech ein Beispiel nehmen.

Reinhard Frei, Au SG (CH)

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