Achtalweg – ein Juwel erhaltenswerter Natur

Leserbriefe / 26.01.2022 • 19:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Von Jahr zu Jahr wird die Trasse immer mehr durch Frost, Starkregen, Hochwässer und die damit verbundenen Erdrutsche, Steinschläge und herabfallenden Steine in den Tunnels zu einer gefährlichen Klettertour. Mussten doch teils über zwei Meter hohe Hindernisse, Felsen, Betonklötze und umgestürzte Bäume, die letzten Kilometer teilweise auf allen vieren, überwunden werden. Die Begehung ist kurz nach Tauwetter sowie Regenperioden nicht sehr ratsam. Zum Glück gibt es noch Leute, die freiwillig aus Freude an der Natur für die Allgemeinheit, mit Motorsäge, Pickel und Schaufel, den Trampelpfad einigermaßen begehbar halten. Durch eine von der Europäischen Union durchgesetzte Verordnung (Natura 2000) wurde dem Land Vorarlberg viel Selbstbestimmung genommen. Ein Beispiel von großem Einsatz zeigt, wie tatkräftige engagierte Leute, Regio Bregenzerwald, die Strecke von Bozenau nach Egg um ca. vier Millionen Euro im Jahr 2014 wieder für Wanderer und Radfahrer öffneten.

Die nötigen Hang-, Steinschlag- und Absturzsicherungen, Bachquerungen für einen naturnahen und sicheren Wander- und Radweg verschlingen sicher viele Millionen von Euro. Doch „Wo ein Wille, auch ein Weg“ zeigen nun die jetzt abgeschlossenen Tunnelsanierungen. Hoffentlich ist der wunderschöne Bregenzerachtalweg von Kennelbach bis Egg für naturbegeisterte Menschen doch noch vor dem gänzlichen Verfall zu retten.

Heinz Jakoubek, Wolfurt

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