Impfpflicht

Leserbriefe / 27.01.2022 • 17:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vor jeder Entscheidung sollte ein Ziel gesetzt und eine Kosten-/Nutzenrechnung aufgestellt werden. Wenn es den eigenen Körper betrifft, sollte die Entscheidung, sofern diese keine gröberen negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft hat, wenn möglich, der betroffenen Person selbst überlassen werden. Man weiß, dass im Falle von Omikron die Impfung „nur“ sehr gut vor schweren Krankheitsverläufen, aber leider kaum vor Ansteckung und Weitergabe des Virus schützt. Das Ziel der Impfung ist folglich in erster Linie der Eigenschutz. Da die Zahl der intensivpflichtigen Patienten mit der Omikronvariante nicht sehr hoch ist, ist auch das Ziel, die Überlastung der Intensivstationen zu vermeiden, derzeit nicht relevant.

Ich persönlich befürworte die Impfung und bin drei Mal geimpft, aber eine Impfpflicht ist nach meiner Ansicht zum jetzigen Zeitpunkt nicht legitim. Vielmehr sollte man mit Informationen und vor allem auch mit größtmöglicher Transparenz bezüglich Impfschäden den Leuten helfen, ihre persönliche Kosten-/Nutzenrechnung zu erstellen, und sie – bestenfalls- damit freiwillig zur Impfung bringen.

Anne Lieverse, Altach

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