Immobilienpreise

Leserbriefe / 18.02.2022 • 17:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schaffa, schaffa, Hüsle baua! Eigentlich sollte es möglich sein, für die fleißigen Bewohner unseres Bundeslandes, den Lebenstraum eine Immobilie sein Eigen zu nennen, zu verwirklichen. Doch leider rückt dieser Traum für speziell junge Paare, Familien, Singles etc. – durch immer höher steigende Preise der Grundstücke, Wohnungen, Baumaterialien – immer mehr in weite Ferne. Laut „Der Standard“ vom 16.12.2021 tritt ab Mitte 2022 ein neues Gesetz in Kraft, das ein Eigenmittel von mindestens 20 Prozent für eine Beanspruchung eines Kredites verlangt. Möglichkeiten zu suchen, um diesen Bauboom zu verlangsamen und die Preise zumindest ein wenig zu senken, mag ja der richtige Ansatz sein. Dennoch, für die bekannten Großinvestoren in Vorarlberg wird es schlicht egal sein, wie viel Eigenleistung es für einen Kredit benötigt, die Wohnblöcke werden dennoch wie die Pilze aus den Böden Vorarlbergs schießen. Für junge Leute ist es aber kaum möglich, für z.B. einen Kredit in Höhe von 500.000 Euro, Eigenmittel in Höhe von 100.000 Euro anzusparen – es existieren bekanntlich noch andere Rechnungen, die zu bezahlen sind. Nun stellt sich hier die Frage, ob unser traditioneller Spruch – Schaffa, schaffa, Hüsle baua – nicht doch schon bereit für die Mülltonne ist, da nur „schaffa, schaffa“ für die Erlangung eines Eigenheims schlicht nicht mehr ausreicht.

Julian Kaltenbrunner, Hard