Inseratenfriedhof

Leserbriefe / 03.04.2022 • 17:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

der VWK/VWB

Aus meiner Praxis als ehemaliger Werbeleiter, PR-Verantwortlicher und GL-Mitglied der Fa. Hirschmann Automotive war ich mit dem Einsatz des mir anvertrauten Budgets sehr auf Wirkung ausgerichtet. In dieser Sache kann ich die Ausreden die beiden Herren: M. Haller, Vorstand Hypo Vorarlberg, und J. Rauch, Finanzreferent Wirtschaftsbund nicht verstehen, sie lagen völlig daneben und das wussten beide. Ihre Schützenhilfe ging ins Leere. Die Protagonisten Kessler und Metzler sind zurückgetreten. Die unnützen Druckwerke waren eine lukrative Märchengeschichte. Die Zielgruppen, auf welche die wahllos zusammengebettelte Inseratenflut ausgerichtet war, spülte der Kammer regelmäßig erpresstes Geld „zur freien Verfügung“ in die Kassa, mit sehr bescheidenem wirtschaftlichem Erfolg für die Inserierenden. Den beiden Herren ist klar, Vorarlberg ist Exportweltmeister, wen sollen diese Inserate zum Kauf von z. B. Hochtechnologie animieren? Sicher nicht Handel, Gewerbe, Tourismus, Haushalte etc. Die Schaltungen wurden in unserer Branche schon damals als „Inseratenfriedhof“ bezeichnet.

Ich habe versucht, mich dieser Inseraten-Keilerei zu widersetzen, es ist mir auf die Dauer nicht gelungen. Vertreter der VWK wendeten sich direkt an meinen Vorgesetzten, welcher im Prinzip meiner Meinung war, jedoch als Kompromiss nicht in jeder Ausgabe inserierte. Nun stolperten die Verantwortlichen dummerweise über nicht bezahlte Steuern.

Günter Jochum, Götzis

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