Lebensläufe ­Verstorbener

Leserbriefe / 05.04.2022 • 18:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Tod eines Menschen – Begleitung auf seinem Weg – ehrende Verabschiedung. Wir alle kennen diese Abläufe, einschließlich Vortrag des Lebenslaufes. Aber was als ehrende Erinnerung an die verstorbene Person gedacht ist und deren Leben in all seinen interessanten, teils unbekannten, freud- und leidvollen Facetten nochmal nachgezeichnet werden soll, ist oftmals nur in Teilen erfahrbar. Denn schlechte Raumakustik, krächzende Tonanlage, falsch positionierte Mikrofone, die Nervosität der leise vortragenden Person, aber auch beeinträchtigtes Hörvermögen bringen das Gesprochene teils unverständlich oder verzerrt an und in das Ohr und Gedenken der Anwesenden. Man könnte dies aber durchaus ändern. Immer sind neben Sarg oder Urne Parten aufgelegt, die uns den Tod der Person mit Bild und begleitenden Worten vermitteln und über zeremonielle Angaben informieren. Dies auf der Vorderseite, die Rückseite ist aber immer leer. Gerade diese Seite aber würde sich für die Wiedergabe des oben angesprochenen Lebensbildes anbieten. Für jedermann verständlich mit- und nachlesbar und über den Moment hinaus auch noch als weiterhin verbleibende Lebenserinnerung, auch gegen das spätere Verblassen über das Kirchenportal hinaus. Was spricht dagegen und wer macht den Anfang?

Ing. Horst Hefel, Tschagguns

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