Gibt es einen Missstand, lebt die Demokratie

Leserbriefe / 27.04.2022 • 18:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Kurz noch zur Pandemie, wo immer gesagt wurde, dass wir in einer Diktatur leben. Wäre das so, gäbe es keine Demonstrationen und niemand hätte öffentlich sagen dürfen, dass die Demokratie tot ist. Tot ist sie nämlich nicht, nein im Gegenteil, sie ist da, sie wirkt, sie verändert, sie belebt wenn auch etwas verzögert. Nicht der mutmaßlich korrupte Politiker der abgehoben und ohne Benehmen irgendwo „da oben“ steht und auf uns zeigt und uns ärgert ist der Mächtigste im Staat. Obwohl das von genau diesen fragwürdigen Eliten gerne vermittelt wird, die uns oft nur im Wahlkampf die Sterne vom Himmel holen und dann offensichtlich an kollektiver Ignoranz leiden. Der wahlberechtigte Österreicher ist der Mächtigste im Staat, denn er hat das Recht zu wählen, er hat das Recht die Guten zu belohnen und jene die frei von Manieren sind zu bestrafen. Der Souverän gibt die Richtung vor, kann vertrauen und darf auch misstrauen. Der Bürger hat bei der nächsten Wahl mit seiner abgegebenen Stimme die Macht zu vergessen oder zu verändern, zu binden oder zu lösen. Jeder, der zur Wahl geht, wann auch immer die nächste stattfinden wird, hat die Möglichkeit ein Zeichen für eine echte, ehrliche und lebendige Demokratie zu setzen! Tödlich wäre nur, wenn demokratische Werte vergessen, unterschätzt und nicht gelebt würden.

Tobias Josef Kieber, Schruns